Feleg erzählt über traditionelle Speisen und Getränke in Äthiopien

Jan 15, 2012
anna.boenisch
"Äthiopiens Nationalgericht" - "Ethiopia´s national dish"

Das Nationalgericht Äthiopiens heißt Wat. Es handelt sich um eine würzige und scharfe Soße, die auf Injera, dem traditionellen Brot serviert wird. Injera besteht aus dem gemahlenen Getreide Teff und Wasser. Dieser Teig wird sehr dünn, ähnlich einem Crêpe, herausgebacken. Teff ist eine besondere Getreideart, die nur im Hochland Äthiopiens angebaut werden kann und zählt zu einem der Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung.
Wat kann in verschiedenen Variationen zubereitet werden, beispielsweise mit Hähnchen-, Rind- oder Lammfleisch, sowie mit Gemüse, Linsen oder Spalterbsen. Berbere verleiht dem Gericht die scharfe Würze und Berbere wiederum wird aus getrocknetem scharfen Pfeffer, Zwiebeln und Knoblauch sowie Kräutern und Gewürzen hergestellt.
Serviert werden äthiopische Gerichte in einem traditionellen Korb, der „Mesob“ genannt wird.
Das vielleicht bekannteste Gericht des Landes nennt sich „Doro Wat“ und bezeichnet die Wat Variante mit Hähnchenfleisch. Doro Wat ist auch meine Lieblingsspeise.
Gegessen wird in Äthiopien traditionell mit den Fingern, indem ein kleines Stück Injera abgerissen und in die Soße getaucht wird.
Das Lieblingsgetränk der Äthiopier ist wohl der Kaffee, was auf Amharisch Bunna bedeutet. Das Kaffeetrinken hat eine lange Tradition in meinem Land, und dessen Zubereitung findet häufig im Rahmen einer „Kaffeezeremonie“ statt. Zunächst werden hierzu die Kaffeebohnen geröstet und gemahlen und dann wird das Kaffeepulver in eine Kanne mit siedendem Wasser gegeben. Auch diese Kanne hat einen besonderen Namen und heißt „Jebena“. Der fertige Kaffee wird in kleinen Tassen serviert und es wird bis zu drei Mal nachgeschenkt. Weiters ist es üblich, dass zum Kaffee kleine Snacks gereicht werden, meist frisches Popkorn.
Ich trinke nicht gerne Kaffee, aber es macht mir Freude an einer Kaffeezeremonie teilzunehmen und ich genieße die kleinen Snacks. Äthiopisches Essen ist wirklich sehr lecker und ich lade Sie herzlich dazu ein, es auch einmal auszuprobieren und hoffe ich habe nicht zu viel versprochen!

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